Bericht an die Gesellschaft

Geschäftsmodell - Naspa 2019 - Bericht an die Gesellschaft

Geschäftsmodell

Substanz bewahren

Seit fast 180 Jahren stellt sich die Naspa in den Dienst der Menschen und der Wirtschaft in ihrem Geschäftsgebiet. Mit ihrer Geschäftspolitik stärkt sie die Teilhabe aller an gesellschaftlichen Entwicklungen und begleitet die Bewältigung von Umbrüchen. Das Geschäftsmodell der Naspa hat seit jeher einen klaren Zweck. Als Sparkasse ist es ihre Aufgabe, Menschen in Notsituationen durch ihre Arbeit wirtschaftlich bestmöglich zu schützen. Mit ihrer ihrer Geschäftstätigkeit zu einer positiven Entwicklung ihres Geschäftsgebietes beitragen.

Krisenbewältigung und Zukunftsgestaltung müssen gemeinsam geschultert werden. Nie war es deutlicher, dass wir in unseren Anstrengungen für die nachhaltige Weiterentwicklung unserer Wirtschafts- und Lebensweise nicht nachlassen dürfen. Die Naspa stellt sich dieser Aufgabe mit einem Geschäftsmodell, das Menschen und Unternehmen verlässliche Hilfe in der Krise bietet und  sie langfristig dabei unterstützt, neue Ideen und Konzepte auf einer stabilen und dauerhaften Basis zu entwickeln.

Geschäftsmodell und Rahmenbedingungen

Öffentlicher/gesellschaftlicher Auftrag

Die Naspa ist eine dem gemeinen Nutzen dienende Anstalt öffentlichen Rechts. Unser öffentlicher Auftrag ist im Hessischen Sparkassengesetz niedergelegt und prägt unser Geschäftsmodell wie unser Verhalten: Wir setzen auf langfristigen Werterhalt statt auf kurzfristige Gewinnmaximierung. Wir verfolgen eine risikobewusste, langfristig orientierte Geschäftspolitik; Investitionen fördern wir mit Maß und Weitblick. Die Sicherheit von Einlagen gewährleisten wir, indem wir sie für die Finanzierung lokaler Investitionen von Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern einsetzen. Im Interesse unserer Kundinnen und Kunden refinanzieren wir uns auch bei Förderbanken. Zur Erfüllung unseres Auftrags arbeiten wir rentabel, um so die Eigenständigkeit und damit die Zukunftsfähigkeit der Naspa zu sichern.

Wir verwenden die Einlagen unserer Kundinnen und Kunden für die Vergabe von Krediten an kleine und mittlere Unternehmen, private Personen und Kommunen in der Region. Wir ermöglichen auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen bereit und geben Kleinkredite zu fairen und verlässlichen Konditionen. Wir bieten unseren Kundinnen und Kunden Produkte mit ökologischem und sozialem Nutzen an. Die entsprechenden Nachhaltigkeitsstandards dieser Produkte dokumentieren wir in den jeweiligen Produktinformationen.

Wesentliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen mit Auswirkung auf die Geschäftstätigkeit

Deutschland ist durch die sich rasch ausbreitende Coronavirus-Pandemie mit bisher unbe­kannten Herausforderungen konfrontiert. Vor allem ist das Gesundheitssystem gefordert. Die bislang getroffenen Maßnahmen zielen darauf ab, die Infektionszahlen so einzudämmen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird. Sie werden jedoch auch massive wirtschaftliche Auswirkungen haben. Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern. Eine wirtschaftliche Erholung wird erst dann einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt ist. Vor diesem Hintergrund ist die konjunkturelle Entwicklung von beispielloser Unsicherheit gekennzeichnet.

Der Einstieg in das Jahr verlief noch durchaus positiv. So belebte sich die zuvor schwache Industriekonjunktur um die Jahreswende. Die Industrieproduktion expandierte kräftig, und die Auftragslage verbesserte sich deutlich. Die Geschäftserwartungen im Verarbeitenden Gewerbe zeigten laut ifo Institut bis in den Februar hinein aufwärts. Auch die Binnenkonjunktur blieb zu Jahresbeginn intakt. Darauf deuten die im Januar spürbar gestiegenen Einzelhandels­umsätze und ein kräftiges, von der milden Witterung begünstigtes Plus in der Bauwirtschaft hin. Dieses Gesamtbild sprach dafür, dass sich die Zweiteilung der deutschen Konjunktur allmählich zurückbildet und sich ihre zuvor sehr schwache Grundtendenz wieder verstärkt.

Die Pandemie hat diese Entwicklung aber abrupt unterbrochen. Bei aller Unsicherheit dürfte ihr Einfluss gravierend sein – zumindest für die kommenden Monate. Die meisten Konjunktur­indikatoren spiegeln noch den Stand vor dem Pandemieausbruch wider. Aktuelle Umfragen deuten aber darauf hin, dass die deutschen Unternehmen inzwischen erheblich unter den Folgen der Pandemie leiden. So trübte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft laut vorläufigen Ergebnissen des ifo Instituts für den Monat März dramatisch ein. Dies lag insbesondere an den Geschäftserwartungen der Unternehmen, die in einem bislang nicht gekannten Ausmaß einbrachen. Voraussichtlich werden die Auswirkungen der Pandemie die Wirtschaftsleistung mindestens in der ersten Jahreshälfte massiv beeinträchtigen. Die Aktivität dürfte in vielen Sektoren erheblich zurückgehen, mit der Folge einer wohl empfindlichen gesamtwirtschaftlichen Unterauslastung.

Die Pandemie und die zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen treffen die deutsche Wirtschaft über verschiedene Kanäle. Zuvorderst sind mittlerweile die wirtschaftlichen Folgen in Deutschland selbst zu nennen. Hiervon sind voraussichtlich eher binnenwirtschaftlich orientierte, konsumnahe Dienstleistungsbranchen am stärksten betroffen, die bislang die Konjunktur gestützt haben. Hinzu treten Ausstrahleffekte aus dem Ausland, unter denen vor allem die Exportwirtschaft und damit die Industrie leidet. So dürfte die Nachfrage nach deutschen Exporten in den von der Pandemie besonders betroffenen Ländern erheblich zurückgehen. Außerdem drohen aufgrund der gedrosselten Produktion in diesen Ländern Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten. Dies könnte auch in Deutschland zu Produktionsengpässen führen, selbst wenn die Nachfrage nach den zu produzierenden Gütern noch vorhanden sein sollte.

Der Arbeitsmarkt entwickelte sich auch zu Jahresbeginn verhalten positiv. Die Erwerbstätigkeit erhöhte sich im Januar 2020 wie in den beiden Monaten zuvor moderat. Gegenüber dem Stand im Januar 2019 stieg die Summe aller Beschäftigten um 0,5 Prozent. Da die Frühindikatoren für den Arbeitsmarkt noch weitgehend vor der jüngsten Verschärfung der Corona-Pandemie Ende Februar ermittelt wurden, ist deren Aussagekraft beschränkt und die Unsicherheit über den weiteren Fortgang besonders hoch. Die Verbraucherpreise stiegen im Februar saisonbereinigt weiter an. Zwar verbilligte sich Energie im Zuge der fallenden Ölpreise spürbar, gleichzeitig verteuerten sich Nahrungsmittel aber erneut kräftig. (Quelle: Monatsbericht Bundesbank, März 2020)

Weichen die unserer Planung zugrundeliegenden wirtschaftlichen Parameter oder auch andere exogene Faktoren wesentlich von der tatsächlichen Entwicklung ab, kann sich dies auf das Geschäftsergebnis des laufenden Jahres auswirken. In diesem Zusammenhang stellt die sich - nach Aufstellung unserer Planungen - weltweit ausbreitende Coronavirus-Pandemie einen exogenen Faktor dar, der auf die zu Grunde gelegten wirtschaftlichen Parameter wirken könnte. Die Auswirkungen können derzeit nicht abschließend bewertet werden, erhöhen jedoch zusätzlich die Unsicherheiten in der Prognose und könnten zu wesentlichen Veränderungen von Planannahmen mit entsprechenden Ergebnisauswirkungen führen.

Qualität und Kundenzufriedenheit

Qualitätsstandards in der Kundenberatung

Das was wir tun, verbessert subjektiv das Leben unserer Kunden. Qualität ist unser oberstes Unternehmensziel in der Beratung. Dabei haben wir mehr im Blick als kurzfristige Erfolge: Das Zielsystem der Naspa orientiert sich an der dauerhaften Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Bei der Umsetzung unserer Qualitätsvorgaben setzen wir auf die Beratungsinstrumente der Sparkassen-Finanzgruppe, auf kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie auf die Unterstützung durch deren Führungskräfte. Wir verzichten grundsätzlich auf Produktabsatzziele. Zur beruflichen Lebensphase passende Bildungsangebote zielen darauf, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu qualitativ hochwertiger Beratung und hoher Kundenorientierung zu befähigen. Bei der Leistungsbemessung werden qualitative Erfolgsziele wie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung mit einbezogen. Wir machen die Bankgeschäfte unserer Kunden zu unserer eigenen Sache. Unser Ziel ist es, die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden mit uns und unseren Leistungen zu steigern. Dazu wollen wir unsere Kunden durch unsere individuelle Beratung in die Lage versetzen, selbstbestimmte Finanzentscheidungen zu treffen. Wir betreuen unsere Kundinnen und Kunden kontinuierlich und aktiv durch eine persönliche Beraterin oder einen persönlichen Berater. Unser umfassender Beratungsansatz mit dem Sparkassen-Finanzkonzept ermöglicht es uns, individuell auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden einzugehen und sie bei der Auswahl von Produkten zu unterstützen, die zu ihrer persönlichen Lebensplanung passen. 73.110 Kunden haben wir 2019 nach diesem Ansatz beraten.

Kundenzufriedenheit

Die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden steht für uns an erster Stelle. Sie ist die Grundlage der Erfüllung unseres öffentlichen Auftrags. Denn zufriedene Kunden empfehlen uns als Finanzpartner weiter – und ermöglichen es uns so, die Ressourcen zu erwirtschaften, die wir in die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in der Region investieren. 91 Prozent unserer Kundinnen und Kunden empfehlen uns weiter. Die Umsetzung der Qualitätsvorgaben überprüfen wir regelmäßig im Rahmen des Qualitätsmanagement-Systems sowie durch Kundenzufriedenheitsbefragungen. Auch Kundenbeschwerden sehen wir als Chance, uns zu verbessern. Im Rahmen des Beschwerdemanagements analysieren wir alle Kundenäußerungen, um kontinuierlich potenzielle Fehlerquellen zu entdecken und unser Angebot im Sinne der Kundinnen und Kunden weiterzuentwickeln. Im vergangenen Jahr wurden 1.456 Beschwerden erfasst. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 37,5 Prozent, der im Zusammenhang steht mit Störungen bei SB-Geräten, Zinsanpassungsklausel Prämiensparen sowie der Schließung von Finanz-Centern.

H3 Qualität und Kundenzufriedenheit
H3 Bedarfsgerechte Kundenberatung Anzahl Vorjahr
Beratungen nach Sparkassen-Finanzkonzept gesamt 73.110 78.985
Privatkunden 68.923 74.464
Firmenkunden 4.187 4.521
H3 Qualitätsversprechen
1. Wir sind unverwechselbar.
2. Wir sind ganz für Sie da.
3. Wir arbeiten effektiv.
4. Wir sind verlässlich.
5. Wir überzeugen durch Leistung.
6. Wir bleiben nicht stehen.
7. Wir sind ein starker Partner.
H3 Qualitätsziele
1. Drei Messgrößen innerhalb Q-Card
H3 Verfahren zur Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit bei der Leistungsbeurteilung von Beschäftigten und Führungskräften
Bei der Leistungsbemessung werden qualitative Erfolgsziele wie Kundenzufriedenheit und Kundenbindung mit einbezogen.
L 91 % Weiterempfehlungsbereitschaft
H3 Kundenzufriedenheitsbefragungen Jahr Name der Befragung
Privatkunden: 2019 Naspa-Kundenbarometer
Firmenkunden: 2019 Firmenkundenbefragung Finanzcheck
Andere: Mitarbeitende Digitale Fitness 2019
H3 Beschwerdemanagement Anzahl Vorjahr
Erfasste Kundenbeschwerden insgesamt 1.456 1.059
H3 Wesentliche Inhalte/Themen der Beschwerden
1. Giro/Zahlungsverkehr: 616
2. SB-Geräte: 184
3. Wertpapiere: 114
4. Aktiv: 92
5. Sonstige: 450

Die Naspa hat 2019 Filialen und SB-Standorte geschlossen bzw. Filialen in SB-Standorte umgewidmet. In diesem Zusammenhang gab es 94 Beschwerden.

Konfliktbehandlung und Schlichtungsverfahren

Kunden, die in einem Konflikt mit der Sparkasse keine für sie zufriedenstellende Lösung erreichen konnten, haben die Möglichkeit, sich an die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle zu wenden. Zuständige Verbraucherschlichtungsstelle für unsere Sparkasse ist die Schlichtungsstelle beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband e.V. (DSGV). Ihr Ziel ist die außergerichtliche und somit kostengünstige und schnelle Streitbeilegung zwischen Kunde und Sparkasse. Das Schlichtungsverfahren wird von einem Schlichter, dem sogenannten Ombudsmann, durchgeführt. Die Ombudsmänner müssen die Befähigung zum Richteramt haben. Sie sind unabhängig und an Weisungen nicht gebunden. Die Ombudsmänner werden – nach vorheriger Beteiligung des Bundesamtes für Justiz und des Verbraucherzentrale Bundesbandes e.V. – durch die Verbandsleitung des DSGV für die Dauer von drei Jahren bestellt. Sie dürfen in den letzten drei Jahren vor ihrer Bestellung nicht beim DSGV, einem Regionalverband der Sparkassen-Finanzgruppe oder einem Institut der Sparkassen-Finanzgruppe tätig gewesen sein.

2019 haben Kundinnen und Kunden unserer Sparkasse bei der Schlichtungsstelle 20 Eingaben gemacht, in 2018 waren es 18.

H3 Qualität und Kundenzufriedenheit
H3 Schlichtungsverfahren Anzahl Vorjahr
Kundeneingaben bei der zuständigen Schlichtungsstelle gesamt 20 18
Zahlungsverkehr und Kontoführung 2 6
Kreditgeschäft 1 1
Wertpapiergeschäft 13 8
Spargeschäft 1 2
Sonstiges 3 1
Verfahrensausgänge (der abgeschlossenen Verfahren)
Zurückgenommene Schlichtungsanträge 1
Abgelehnte Anträge (z. B. wegen Gerichtsanhängigkeit, rechtsgrundsätzlicher Bedeutung oder Beweiserheblichkeit) 3
Ergebnis zugunsten der Kunden 1 3
Entscheidungen zugunsten der Sparkasse 9 8
Einigungen und vom Schlichter angeregte Vergleiche 2

In 3 Fällen wurde die Schlichtung vom Kunden nicht angenommen. Es wurden 15 Schlichtungsverfahren abgeschlossen.

Einbindung von Anspruchsgruppen

Bewertung von Risiken im Bereich Sozialbelange

Die Naspa ist als öffentlich-rechtliches und regional verankertes Kreditinstitut dem Gemeinwohl verpflichtet. Als Sparkasse verbinden wir Nähe und das Interesse an einer guten Entwicklung der Region mit der Überzeugung, dass alle Menschen ungeachtet der Höhe ihres verfügbaren Einkommens und ihres Vermögens ein Recht auf gesellschaftliche Teilhabe haben. Wir ermöglichen deshalb auch wirtschaftlich schwächeren Personen die Teilnahme am Wirtschaftsleben, stellen Basis-Bankdienstleistungen bereit und geben Kleinkredite zu fairen und verlässlichen Konditionen.

Die Megatrends der Urbanisierung und Digitalisierung betreffen unser Geschäftsmodell ganz konkret. Neue Kundenanforderungen verändern das Gleichgewicht zwischen Filialen und digitalen Zugangswegen zusätzlich. Unser Filialnetz passen wir konsequent diesem Wandel an. Gleichzeitig nutzen wir die Chancen der Digitalisierung, um die flächendeckende Versorgung mit Finanzdienstleistungen zu sichern und eröffnen unseren Kunden einen sicheren, bedarfsgerechten Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen.

Die Naspa ist Teil der Region und unterstützt eine nachhaltige Entwicklung in ihrem Geschäftsgebiet. Dazu bringen wir unter anderem unsere Kompetenz und Erfahrung in verschiedene Gremien, Projekte und Netzwerke vor Ort ein. Als Arbeitgeberin fördert die Naspa zudem mit erheblichen personellen und finanziellen Ressourcen das ehrenamtliche Engagement ihrer Beschäftigten, beispielsweise durch Corporate-Volunteering-Aktionen.

Angesichts unserer auf das Gemeinwohl ausgerichteten Geschäftsphilosophie, unserer strukturellen Verankerung in der Region und unseres vielschichtigen Engagements für die Region sowie unseres kontinuierlichen Dialogs mit allen Anspruchsgruppen sehen wir keine maßgeblichen Risiken im sozialen Bereich.

Kommunikation mit Anspruchsgruppen

Die Naspa ist ebenso wie die Mehrzahl ihrer Beschäftigten in der Region verwurzelt. Als kommunal verankertes Kreditinstitut führen wir im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit und unseres gesellschaftlichen Engagements einen kontinuierlichen Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden, Trägern, der Wirtschaft, den gesellschaftlichen Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern in der Region. Der Austausch mit unseren Anspruchsgruppen ist als festes Element in der Planung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen verankert.

Wir haben bereits Verfahren geschaffen, mit deren Hilfe wir unser Angebot unter Einbeziehung unserer Anspruchsgruppen überprüfen. Mit Kundenbefragungen wie dem Naspa-Kundenbarometer für Privatkunden und der Firmenkundenbefragung Finanzcheck stellen wir sicher, dass wir unser Angebot permanent nach den Wünschen und Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden weiterentwickeln.

Unsere Anspruchsgruppen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Kundinnen und Kunden
Träger
Geschäftspartner
Lokale Institutionen, Vereine
Bürgerinnen und Bürger
Zivilgesellschaftliche Akteure
Nichtregierungsorganisationen
H19 Kommunikation mit Anspruchsgruppen
H19 Zielgruppe/Anspruchsgruppe Anzahl Dialoge Art des Dialogs
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 13 Jahresauftaktveranstaltung Führungskräfte, Schlussspurtkonferenz, Vertriebsparty, F2-Workshop, Digitaler Fitness-Tag für Multis, Mitarbeiterführungen „Nassau nach Preußen“ in der Casino-Gesellschaft Wiesbaden und „Jugendstil“ im Museum Wiesbaden, 30-jähriges Jubiläum der BSG Betriebssportgemeinschaft Naspa, Naspa-App 4.0, Mitarbeiterzeitschrift „Naspa Inteam“, Mitarbeiterbefragung „Digitale Fitness“, Ideenmanagement
Kundinnen und Kunden 14 Kundenbefragungen „Naspa-Kundenbarometer“ und „Firmenkundenbefragung Finanzcheck“, Naspa-Dialog, Naspa-Impulszirkel Mittelstand, Naspa-Foren für Heil- und Freiberufler, Unternehmerzirkel für Gewerbekunden (Thema „Leasing“), Unternehmerabend für Firmen- und Gewerbekunden, Frauenzirkel für Unternehmerinnen bzw. Unternehmerpartnerinnen (Thema „Detox“), Rheingau-Musik-Festival, Rheingauer Weinwoche, Historische Führung Limeskastell Pohl für Gewerbekunden
Geschäftspartner 4 Sommerabend der Wirtschaft, Ball des Weines, „Wiesbaden Wunderbar“, Bürogolf
Träger (Verwaltungsrat, kommunalpolitische Entscheider) 35 Gremiensitzungen, Jahresausklang Verwaltungsrat
Breite Öffentlichkeit/Bürgerinnen und Bürger 8 Aktionswoche „Wiesbaden Engagiert!“, Aktion „Limburg Engagiert!“, Aktionstag Ehrensache, Kurze Nacht der Galerien und Museen, Ausstellung „Historische Außenwerbung“ im FC Kronberg anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des BDS Bund der Selbstständigen Kronberg im Taunus e. V., Gründerpreis für Schüler, „Ein Tag für Jugendliche“ mit Influencerin Tina Neumann im Naspa-Stammhaus parallel zum Wiesbadener Stadtfest, MTZ-Aktionstage mit Jugendfeuerwehr im Main-Taunus-Kreis
Meinungsbildner 1 Pressekonferenz
Lokale Institutionen (Wirtschaft, Kammern, Behörden) 7 Mitgliedschaft in der Vollversammlung und in den Ausschüssen „Nachhaltige Wirtschaft“ und „Junge Wirtschaft“ der IHK Wiesbaden, Mitgliedschaft im „Dienstleistungsausschuss“ der IHK Limburg, Mitarbeit im CSR Regio.Net Wiesbaden, stv. Vorsitz in den Gesellschafterversammlungen der Wirtschaftsförderungsgesellschaften Westerwald GmbH und Rhein-Lahn GmbH
Zivilgesellschaftliche Akteure/Nichtregierungs-
organisationen
1 Mitgliedschaft im Kuratorium der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Existenzgründer 19 „StartUp Campus“, „StartUp Booster“, „Startup SAFARI“, Hessischer Gründerpreis, Gründerfrühstück, Initiative „Gründer berichten“

Beitrag zum Gemeinwesen

Die Förderung der Region liegt der Naspa am Herzen. Wir engagieren uns vor Ort nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell und sozial für die Menschen in unserem Geschäftsgebiet. Dadurch entsteht nicht nur Vielfalt im gesellschaftlichen Leben, auch der Zusammenhalt in der Region wird gestärkt. Denn lebendige Vereine und ehrenamtliches Engagement sind die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft.

Wir leisten verlässlich unseren Beitrag für das Gemeinwohl. Unsere Geschäftstätigkeit sowie die daraus erwirtschafteten Erträge kommen der Gesellschaft und dem Gemeinwohl zugute. Als Arbeitgeber, Steuerzahler und Auftraggeber für die heimische Wirtschaft haben wir 2019 einen Wert von rund 138,3 Mio. Euro (2018: rund 138 Mio. Euro) in der Region und für die Region erzeugt und verteilt. Für gesellschaftliche Aufgaben und Anliegen haben wir 2019 knapp 2,9 Mio. Euro zur Verfügung gestellt.

Mit der Gründung der Naspa-Stiftung „Initiative und Leistung“ im Jahr 1989 haben wir dauerhaft die Voraussetzung zur Förderung regionaler gesellschaftlicher Initiativen geschaffen. Ziel der Stiftung ist es, möglichst viele Akteure bei der Umsetzung von neuen Ideen zu unterstützen. Sie fördert vor allem Projekte von Vereinen und Institutionen, die sich für Kinder und Jugendliche, Kultur, Kunst, Sport, Heimat- und Brauchtumspflege, Umweltschutz und Gesundheitspflege engagieren. Um auch in der Niedrigzinsphase die Fördermittel auf Vorjahresniveau zu halten, haben wir die Stiftungserträge 2019 das dritte Jahr in Folge auf 1,0 Mio. Euro verdoppelt.

Die Naspa ist gemäß ihrer Satzung verpflichtet, Existenzgründerinnen und Existenzgründer in ihrem Geschäftsgebiet zu beraten und sie beim Zugang zu Förderkrediten zu betreuen. Durch konkrete Aktivitäten und Maßnahmen stärkt sie deren nachhaltige Entwicklung. Mit dem „StartUp Campus“ hat sie 2019 gemeinsam mit der Hochschule Fresenius (HSF) eine neue Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um Gründerinnen, Gründer und Start-ups in Wiesbaden und der Rhein-Main-Region zu fördern und zu unterstützen. Der Wettbewerb „StartUp Booster“, den Naspa, UGW, die Stadt Wiesbaden und die Hochschule RheinMain ausrichten, ruft Start-ups dazu auf, ihre digitalen Geschäftsideen einzureichen. Nach dem erfolgreichen Auftakt vor zwei Jahren ist 2019 mit der „ARA – Augmented Reality Acoustics“ das zweite Start-up für die Idee einer vereinfachten Schallmessung mithilfe von Augmented Reality ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit einem zweijährigen Rundum-Förderprogramm im Wert von 50.000 Euro verbunden.

Jedes Jahr unterstützt die Naspa Gründerinnen, Gründer und Start-ups erfolgreich bei der Bewerbung um Gründerpreise. So ist die „Private Wiesbadener Berufsfachschule für Kosmetik mit staatlicher Anerkennung Wienzek GmbH“ in der Kategorie „Zukunftsfähige Nachfolge“ Preisträger beim Hessischen Gründerpreis 2019. Auch der Gewinner des Frankfurter Gründerpreises, die „Otto ID Solutions“, wird von der Naspa betreut. Mit dem „heimathafen“ in Wiesbaden arbeitet die Naspa schon seit Jahren eng zusammen. Der heimathafen zieht 2020 um, geplant ist die Entwicklung vom Co-Working-Space mit Café zu einem Gründerzentrum und Innovationslabor. Die Naspa unterstützt das Vorhaben mit einem dreijährigen Kooperationsvertrag.

Die Naspa fördert die nachhaltige Entwicklung in der Region. Dazu bringen wir unsere Kompetenz und Erfahrung in verschiedene Gremien, Projekte und Netzwerke vor Ort ein. Seit 2015 ist die Naspa Mitglied im CSR Regio.Net Wiesbaden. Das CSR Regio.Net bietet regionalen Unternehmen die Möglichkeit, sich unabhängig von Branche und Größe im Rahmen eines Netzwerkes mit dem Thema verantwortliche Unternehmensführung auseinanderzusetzen und daran zu arbeiten, gesellschaftliche Aspekte systematischer in alle Bereiche der Unternehmenstätigkeit zu integrieren. Das reicht von verantwortlicher Unternehmensführung bei der Gestaltung innovativer Produkte und Dienstleistungen sowie dem Auftreten gegenüber Zulieferern und Kunden am Markt über ökologisch relevante Fragen zum Thema Umwelt bis hin zu den Beziehungen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Arbeitsplatz und dem Austausch mit dem direkten Umfeld.

Die Vollversammlung der IHK Wiesbaden hat für die Legislaturperiode von 2019 bis 2024 sieben fachliche Ausschüsse eingesetzt. In ihnen arbeiten Unternehmer mit Fachexperten und Vertretern aus Politik und Verwaltung zusammen. Sie beraten die Vollversammlung als das gewählte „Parlament der Wirtschaft“, geben Impulse und bereiten Beschlüsse vor. Unter dem neuen Namen „Nachhaltige Wirtschaft“ ist der bisherige Ausschuss „Gesellschaftliche Verantwortung“ einer dieser neuen Ausschüsse. Er soll noch stärker als bisher regionale Fragen für die Vollversammlung aufbereiten und Anregungen wie Anstöße bei überregionalen Themen geben. Die Naspa arbeitet seit seinem Bestehen im Ausschuss mit.

H20 Beitrag zum Gemeinwesen Volumen in € Vorjahr
Ertragsabhängige Steuerzahlungen 22.410.437 25.062.697
Personalaufwand 89.810.465 85.596.892
Spenden, Sponsoring, Zweckerträge gesamt 2.874.000 2.854.000
Davon: Soziales 468.000 473.000
Davon: Bildung/Wissenschaft 118.000 112.000
Davon: Kultur 721.000 793.000
Davon: Sport 596.000 455.000
Davon: Wirtschafts- und Strukturförderung 182.000 104.000
Davon: Umwelt 99.000 100.000
Davon: Sonstiges 690.000 817.000
Auftragsvergaben an regionale Unternehmen 23.193.984 24.515.088
Beitrag zum Gemeinwesen gesamt: 138.288.886 138.028.677