Bericht an die Gesellschaft

Bildung und Integration - Naspa 2018 - Bericht an die Gesellschaft
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Bildung und Integration

Sprache als Schlüssel: Der hessische Kultusminister Alexander Lorz, der in diesem Jahr als Präsident der Kultusministerkonferenz fungiert, hat anlässlich seiner Präsidentschaftsübergabe das Thema „Bildungssprache Deutsch“ zum Schwerpunkt der Beratungen gemacht. Gemeinsam mit den Kultusministern der anderen Bundesländer will er Leitlinien zur Stärkung von Spracherwerb und Sprachkompetenz erarbeiten – und zwar ausdrücklich nicht nur mit Blick auf Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch auf Familien mit Deutsch als Muttersprache.

Sprachliche Kompetenz und Spracherwerb stehen im Fokus zahlreicher Bildungs- und Integrationsprojekte im Geschäftsgebiet der Naspa. Ein erfolgreiches Beispiel ist das Projekt „Arbeit und Sprache“ im Main-Taunus-Kreis. Die Sprachförderungsmaßnahmen, die im Rahmen des Projekts angeboten werden, orientieren sich eng an den Tätigkeitsfeldern, in denen es vor Ort Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Die Resonanz ist positiv: Zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten bereits in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden. Das Projekt, das von einer Tochtergesellschaft der Goethe-Universität Frankfurt entwickelt wurde, wird darum auch in diesem Jahr fortgeführt.

Im Rahmen der Integrationsstrategie konnte man auch im Rheingau-Taunus-Kreis gute Erfolge erzielen. Die Einsetzung einer zentralen Bildungskoordinatorin ermöglichte eine genaue Bestandsaufnahme von Bedürfnissen und Potenzialen, und eine Vernetzung von Schulen, Fachdiensten der Kreisverwaltung und der Agentur für Arbeit. Dadurch konnten zahlreiche praxisorientierte Projekte auf den Weg gebracht werden, etwa in Kooperation mit der Hochschule Fresenius und Beruflichen Schulen Untertaunus.

Auch das interkulturelle Projekt „Garten der Kulturen“ im Hochtaunuskreis bringt Kinder und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zusammen. Hier geht es nicht nur um die Entwicklung sprachlicher Kompetenzen, sondern auch um die Stärkung von Gemeinschaftsgefühl sowie die Vermittlung von Nachhaltigkeits- und Umweltbewusstsein und gesundem Ernährungswissen. Das 2017 gestartete Projekt erlebte im vergangenen Jahr eine erfolgreiche Neuauflage und soll auch 2019 wieder stattfinden.